APHEUM Deep-Grayscale
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Kuratierte Schwarz-Weiß Fotokunst für Ihre APHEUM Frames Wählen Sie eine Künstlerkollektion – mit Laufzeiten von 1 bis 12 Monaten. Jede Kollektion enthält Preview-Bilder, Portrait und Hintergrundtexte.
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Eve Arnold
Eve Arnold wurde 1912 in Philadelphia, Pennsylvania, als Tochter russischer Einwanderer geboren. Sie begann 1946 mit dem Fotografieren, als sie in einer Fotofinishing-Fabrik in New York City arbeitete. 1948 studierte sie Fotografie bei Alexei Brodovitch an der New School for Social Research in New York.
Arnold wurde 1951 zum ersten Mal mit Magnum Photos verbunden und wurde 1957 Vollmitglied. In den 1950er Jahren lebte sie in den USA, zog aber 1962 nach England, um ihren Sohn zur Schule zu schicken. Von da an lebte sie in Großbritannien, mit Ausnahme eines sechsjährigen Intervalls, in dem sie in den USA und China arbeitete.
1980 hatte sie ihre erste große Einzelausstellung im Brooklyn Museum, in der sie die Bilder zeigte, die sie während ihrer Zeit in China aufgenommen hatte. Im selben Jahr erhielt sie den National Book Award für In China und den Lifetime Achievement
Award der American Society of Magazine Photographers.
In späteren Jahren erhielt sie viele weitere Ehrungen und Auszeichnungen. 1995 wurde sie zum Fellow der Royal Photographic Society ernannt und vom New Yorker International Center of Photography zum Master Photographer gewählt, der weltweit renommiertesten fotografischen Auszeichnung. 1996 erhielt sie den
Kraszna-Krausz Book Award für In Retrospect, im Jahr darauf erhielt sie die Ehrendoktorwürde der University of St Andrews, der Staffordshire University
und der American International University in London. Sie wurde auch in den Beirat des National Museum of Photography, Film & Television in Bradford, Großbritannien, berufen. Sie hatte 12 Bücher veröffentlicht.
Eve Arnold starb am 4. Januar 2012 in London.
Quelle: https://www.magnumphotos.com/photographer/eve-arnold/
Robert Capa
Am 3. Dezember 1938 stellte die Picture Post den "größten Kriegsfotografen der Welt: Robert Capa" mit einer Doppelseite von 26 Fotografien vor, die während des Spanischen Bürgerkriegs aufgenommen wurden. Aber der "größte Kriegsfotograf" hasste den Krieg. 1913 als Andre Friedmann als Sohn jüdischer Eltern in Budapest geboren, studierte er Politikwissenschaften an der Deutschen Hochschule für Politik in Berlin. Capa ließ sich 1933 in Paris nieder, nachdem er durch die Bedrohung
durch ein nationalsozialistisches Regime aus Deutschland vertrieben worden war.
Er wurde von Alliance Photo vertreten und lernte die Journalistin und Fotografin Gerda Taro kennen. Gemeinsam erfanden sie Robert Capa, den "berühmten" amerikanischen Fotografen, und begannen, seine Drucke unter diesem Namen zu verkaufen. Er lernte Pablo Picasso und Ernest Hemingway kennen und schloss Freundschaften mit seinen Fotografenkollegen David "Chim" Seymour und Henri Cartier-Bresson.
Ab 1936 erschien Capas Berichterstattung über den Spanischen Bürgerkrieg regelmäßig. Sein Bild eines loyalistischen Soldaten, der gerade tödlich verwundet worden war, verschaffte Capa seinen internationalen Ruf und wurde zu einem mächtigen Symbol des Krieges.
Nachdem Taro, der sein Berufspartner und Weggefährte geworden war, in Spanien ermordet worden war, reiste Capa 1938 nach China und emigrierte ein Jahr später nach New York. Als Korrespondent in Europa fotografierte er den Zweiten Weltkrieg und berichtete über die Landung amerikanischer Truppen am Strand von Omaha am
D-Day, die Befreiung von Paris und die Ardennenoffensive.
1947 war Capa die treibende Kraft hinter der Gründung von Magnum Photos. Am 25. Mai 1954 fotografierte er für das Leben in Thai-Binh, Indochina, als er auf eine
Landmine trat und getötet wurde. Die französische Armee verlieh ihm posthum das
Croix de Guerre mit Palme. Der Robert Capa Gold Medal Award wurde 1955 ins
Leben gerufen, um außergewöhnliche berufliche Verdienste zu würdigen.
Quelle: https://www.magnumphotos.com/photographer/robert-capa/
Richard Kalvar
Richard Kalvar, geboren 1944, ist US-Amerikaner. Nach dem Studium der englischen und amerikanischen Literatur an der Cornell University von 1961 bis 1965 arbeitete
er in New York als Assistent des Modefotografen Jérôme Ducrot. Es war eine ausgedehnte Reise mit einer Kamera in Europa im Jahr 1966, die ihn dazu brachte, Fotograf zu werden. Nach weiteren zwei Jahren in New York ließ er sich in Paris nieder und arbeitete zunächst bei der Fotoagentur Vu, bevor er 1972 die Agentur Viva mitgründete. 1975 wurde er außerordentliches Mitglied von Magnum Photos und zwei Jahre später ordentliches Mitglied, woraufhin er als Vizepräsident und
Präsident fungierte.
1980 hatte Kalvar eine Einzelausstellung in der Galerie Agathe Gaillard in Paris und hat seitdem an vielen Gruppenausstellungen teilgenommen. 1993 veröffentlichte er das Portrait de Conflans Sainte-Honorine. Eine große Retrospektive seines Werks wurde 2007 im Maison Européenne de la Photographie gezeigt, begleitet von dem Buch Earthlings. 2019 erschien sein Buch Photofile bei Thames & Hudson, und 2023 erschien Selected Writings bei Damiani. Er hat umfangreiche persönliche, redaktionelle und kommerzielle Aufträge auf der ganzen Welt ausgeführt, insbesondere in Frankreich, Italien, England, Japan und den Vereinigten Staaten, und arbeitet weiterhin an einem Langzeitprojekt über die Stadt Rom.
Kalvars Fotografien zeichnen sich durch eine starke Homogenität von Ästhetik und Thema aus. Seine Bilder spielen häufig mit einer Diskrepanz zwischen der Banalität einer realen Situation und einem Gefühl der Fremdheit, das aus einer bestimmten Wahl des Timings und der Rahmung entsteht. Es entsteht ein Spannungszustand zwischen zwei Interpretationsebenen, der durch einen Hauch von Humor gemildert wird.
Quelle: https://www.magnumphotos.com/photographer/richard-kalvar/
Dennis Stock
Dennis Stock wurde 1928 in New York City geboren. Im Alter von 17 Jahren verließ er sein Elternhaus, um sich der United States Navy anzuschließen. 1947 ging er bei dem Fotografen des Life-Magazins, Gjon Mili, in die Lehre und gewann den ersten Preis beim Life's Young Photographers Contest. Er trat Magnum Photos 1951 bei und wurde 1954 Vollmitglied.
Stock schaffte es, den Geist Amerikas durch seine denkwürdigen und ikonischen Porträts von Hollywood-Stars, vor allem von James Dean, heraufzubeschwören. Von 1957 bis 1960 porträtierte Stock für sein Buch Jazz Street lebendige Porträts von Jazzmusikern, darunter Louis Armstrong, Billie Holiday, Sidney Bechet, Gene
Krupa und Duke Ellington. 1968 nahm Stock eine Auszeit von Magnum, um die Filmproduktionsfirma Visual Objectives zu gründen, und er drehte mehrere Dokumentarfilme. In den späten 1960er Jahren hielt er die Versuche kalifornischer Hippies fest, die Gesellschaft nach den Idealen der Liebe und Fürsorge umzugestalten. In den 1970er und 1980er Jahren arbeitete er an Farbbüchern, in denen er die Schönheit der Natur durch Details und Landschaften hervorhob. In den 1990er Jahren kehrte er zu seinen urbanen Ursprüngen zurück und erforschte die moderne Architektur der Großstädte. Nach der Jahrhundertwende konzentrierte sich sein Werk vor allem auf die Abstraktion von Blumen.
Stock generierte ab den 1950er Jahren fast jedes Jahr ein Buch oder eine Ausstellung. Er gab zahlreiche Workshops und stellte seine Arbeiten in Frankreich, Deutschland, Italien, den Vereinigten Staaten und Japan aus. Er arbeitete als Autor,
Regisseur und Produzent für Fernsehen und Film, und seine Fotografien wurden
von den meisten großen Museumssammlungen erworben. In den Jahren 1969 und 1970 war er Präsident der Abteilung für Film und neue Medien von Magnum.
Dennis Stock war mit der Autorin Susan Richards verheiratet. Er starb am 11. Januar 2010 in ihrem Haus in Sarasota, Florida.
Quelle: https://www.magnumphotos.com/photographer/dennis-stock/
Es gibt Bilder, die uns nicht mehr loslassen. Die uns ansehen, bevor wir sie begreifen. Die MAGNUM PHOTOS Kollektion versammelt genau solche Werke – festgehalten von vier Legenden der Fotografie
Ich verstehe Fotografie nicht nur als Kunstform, sondern als eine sehr persönliche Sprache.
Sie ist mein Weg, das Innere nach außen zu tragen und die leisen, oft übersehenen
Geschichten des Alltags sichtbar zu machen. Ich arbeite intuitiv, ohne starre Konzepte und lasse mich von Licht, Stimmungen, Zufällen und Begegnungen führen.
In meinen Arbeiten verschmelzen Street Photography, Selbstportraits und experimentelle Bildwelten. Ich bewege mich zwischen Beobachtung und Selbstoffenbarung: Auf der Straße halte ich flüchtige Momente fest, in meinen Selbstporträts verarbeite ich innere Zustände und verwandle sie in abstrakte, poetische Bilder. Dabei geht es mir nicht um das Spektakuläre, sondern um das Subtile – um Augenblicke, die man spürt, bevor man sie versteht.
Mit jeder Fotografie versuche ich, meine eigene Sensibilität spürbar zu machen und gleichzeitig kleine Geschichten in die Welt zu tragen.
Diese Kollektion zeigt meine intuitive Sicht auf die Welt: flüchtige Alltagsmomente aus Street Photography und Selbstportraits, die in eine abstrakte oder auch poetische Bildsprache übergehen. Mit Licht, Schatten und Unschärfe entstehen stille Bilder, die zwischen Realität und innerem Erleben schweben.
Jedes Foto lädt dazu ein, innezuhalten und eigene Geschichten in den Bildern zu entdecken.
Als Angèle Etoundi Essamba 1962 in Douala in Kamerun geboren wurde, war eines der unwahrscheinlichsten Szenarien, dass sie eine der bedeutendsten Fotografinnen ihres Landes und des afrikanischen Kontinents werden würde. Doch sie überwand alle Widerstände und verlor nie den Glauben an sich selbst.
Heute ist Angèle Etoundi Essamba nicht nur in Kamerun bekannt und geschätzt. Das Museum of Modern Art in New York kaufte einige ihrer Arbeiten an. 2026 ehrt das niederländische Fotomuseum in Rotterdam sie mit einer Retrospektive.
Zwar besuchte Angèle Etoundi Essamba die Niederländische Schule für professionelle Fotografie doch was ihren künstlerischen Werdegang angeht, ist sie Autodidakt. Sie beherrscht viele Stile. Manche Werke erinnern an Arbeiten von Man Ray oder Robert Mapplethorpe, andere stehen in der Tradition der Humanistischen
Fotografie und verkörpern Werte wie Gleichheit und Gleichberechtigung, Würde, Solidarität aber auch Individualität. Bei anderen Arbeiten wiederum setzt sie eine neue, eindrucksvolle Art der Bildmontage ein, um Inhalte zu visualisieren.
„Angèle Etoundi Essamba bricht mit den stereotypen
Darstellungen von Afrika als Kontinent, der von Hungersnöten, Epidemien und Kriegen zerrissen wird und feiert stattdessen seinen kulturellen Reichtum und seine kulturelle Vielfalt.“ (1)
Angèle Etoundi Essamba gehört zu einer neuen Generation afrikanischer Künstler*innen. Sie sind stolz auf ihr kulturelles Erbe und transformieren es in die Moderne. Künstlerinnen wie ihr verdanken wir, dass wir unseren eurozentristischen Blick auf den afrikanischen Kontinent endlich hinter und lassen und Afrika, seine Kultur und seine Menschen endlich so sehen können wie sie sind: Stark, selbstbewusst, kreativ, voller Schönheit und Vielfalt und unglaublich bereichernd.
(1)
https://de.wikipedia.org/wiki/Angèle_Etoundi_Essamba
Vita:
1962 Geboren in Douala/Kamerun
1968 Umzug und Schulzeit in Paris/Frankreich
Anfang der 1980er Jahre Umzug nach Amsterdam / Niederlande Beginnt ihre Ausbildung an der Nederlandse Fotovakschool (Niederländische Schule für professionelle Fotografie) in Amsterdam
Seit 1985 Arbeit als freie Künstlerin
Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Publikationen veröffentlicht, darunter:
Everything is Connected (2025),
Renaissance (2019),
Daughters of Life (2018),
Strength & Pride (2016),
Invisible, African Women in Action (2015),
Women of the Water (2013),
Black & Red Beyond Color (2012),
Desvelos (2011),
Africa See You, See Me (2011),
As It Is (2010),
I-dentity - Eye-dentity (2010),
Africa Rising (2010),
Voiles & Dévoilements (2008),
Dialogues (2006),
La Métamorphose du Sublime (2003),
Noirs (2001),
Symboles (1999),
Contrasts (1995), and Passion (1989).
Einzelausstellungen:
2024
• Museo di Roma in Trastevere, Roma (Italy)
• BMO, Toronto (Canada)
2023
• Doyle Wham Gallery, London (UK)
2022
• Montague Contemporary, New York
• National Fotomuseum, Rotterdam (The Netherlands)
• Galerie Les Arts du Soleil, Geneva
2018
• MB Hotel Ganvié, Ganvié (Benin)
• Fondation Claudine TALON, Cotonou (Benin)
• Museum Fünf Kontinente, Munich (Germany)
2017
• Musée de l’Eau, Pont en Royans (France)
• ACP Culture, Brussels (Belgium)
2016
• Musée Théodore Monod, Dakar (Sénégal)
2015
• AUC-ECA- Conference Center, Addis -Ababa (Ethiopia)
• Pavillon de l’Eau, Paris (France)
• African Union, Addis -Ababa (Ethiopia)
2014
• Agence Française de Développement (AFD), Paris(France)
• Orangerie du Sénat, Paris ( France)
• Institut Français, Cotonou (Bénin)
• Afrika Museum, Berg en Dal (The Netherlands)
• Hotel Hilton Transcorp, Abuja (Nigeria)
2013
• Galeria Arte Contemporana Benasque, Huesca (Spain)
• Kunst & Auktionen, Essen (Germany )
2012
• Li-Space gallery, Beijing (China)
2011
• La Ciudadela, Pamplona (Spain)
• National Museum, Nairobi (Kenya)
• Fototeca de Cuba, Havana( Cuba)
• Spitäle, Würzburg (Germany)
• Fundacio Caja Rural, Hueva (Spain)
2010
• Fundação Cultural Palmares, Brasilia DF ( Brasil)
• Stopera Square, Amsterdam (The Netherlands)
• Touring exhibition in Bogotá, Townhall Cali, Quibdo (Colombia)
• Street exhibition from Guggenheim Museum until the Euskalduna Palace, Bilbao (Spain)
• Street exhibition, La Feria de Valencia, Valencia (Spain)
2009
• TEA, Tenerife Esp. de las Artes, Tenerife (Spain)
• Territorios Sevilla ( Spain)
• AFD ( Agence Française de Développement), Paris (France)
2008
• Musée dapper, Paris (France)
• Photo España, Annta Gallery, Madrid (Spain)
• Casa Africa, Las Palmas (Spain)
• Centre d’Art, Fond. Blachère, Apt (France)
2007
• Contemporary Art Museum, Puebla de Cazalla (Spain)
• El Museo de la Universidad de Alicante (MUA), Alicante (Spain)
• Kulturhuset, Stockholm (Sweden)
• Circulos de Bellas Artes de Madrid, Madrid (Spain)
• Sasol Art Museum, Stellenbosch (South Africa)
2006
• Galerie in Focus Fotografie, Cologne (Germany)
• UNESCO, Paris (France)
2005
• Delta Lloyd, Mondriaan Toren, Amsterdam (The Netherlands)
2004
• Museet For Fotokunst, Odense (Denmark)
• Galeria Safia, Barcelona (Spain)
• Galeria Marktschlösschen, Halle (Germany)
2003
• Musée National du Cameroun, Yaounde (Cameroon)
• Museum Schloss Moritzburg, Zeitz (Germany)
• World Trade Center, Amsterdam (The Netherlands)
2002
• Goethe – Intitut Kamerun, Yaounde (Cameroon)
2001
• Museum of Modern Art Arnhem (The Netherlands)
• Doual’Art, Douala (Cameroon)
2000
• Noorderlicht Fotografie, Leeuwarden (The Netherlands)
1999
• Van Reekum Museum, Apeldoorn (The Netherlands)
• Institut Français, Köln (Germany)
1998
• IFAL – Instituto Francés de America Latina, Mexico (Mexico)
• Michaelis Collection, Cape Town (South Africa)
1997
• Indigo Galleries Inc.,Boca Raton (USA)
1996
• Indigo Galleries INC., Boca Raton (USA)
1995
• Omni Gallery - Uniondale, New York (USA)
1991
• Universität Bremen, Bremen (Germany)
1990
• Melkweg Fotogalerie, Amsterdam (The Netherlands)
1989
• Focus Gallery, Amsterdam (The Netherlands)
1987
• Studio Ethel, Paris (France)
1985
• Maison Descartes, Amsterdam (The Netherlands)
Angèle Etoundi Essamba über ihre Arbeit:
„Meine fotografische Arbeit beginnt mit einem Blick einer Art, den anderen zu sehen, die zärtlich, würdevoll und ermächtigend ist."
Ein Blick, der Vertrauen schafft, den Körper befreit und den Geist erhebt.
Ich schöpfe aus meinem afrikanischen Erbe, aus einer persönlichen Reise, meinen Begegnungen mit anderen Kulturen und aus dem Puls der zeitgenössischen Welt. Diese Einflüsse formen eine visuelle Sprache, die auf Austausch und Erfahrung beruht.
Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht die schwarze Frau. Sie ist eine ständige Quelle der Inspiration - Lebensspenderin, Hüterin der Tradition und Trägerin der Erinnerung. Die Figur der Schwarzen Frau wird in ihrer ganzen Tiefe erforscht - Gesten, Schweigen, Emotionen und Macht.
Ich porträtiere Frauen aus dem täglichen Leben: Familie und Freunde. Jede von ihnen trägt ihr eigenes Licht, ihre eigene Wahrheit in sich.
Meine Fotografien brechen mit Stereotypen, die Frauen allzu oft auf Passivität, Unterwerfung oder Exotik reduziert haben. Stattdessen bieten sie eine kühne Gegenerzählung - eine, die Stolz, Widerstandsfähigkeit, Bewusstsein und Stärke bekräftigt. Die Fotografie wird zu einem Raum der Neudefinition, in dem schwarze Frauen ihr Image zurückfordern und ihre Geschichten neu schreiben.“
J. Chaldej gehört zu den wichtigsten Kriegsfotografen des Zweiten Weltkrieges. Sein amerikanisches Pendant ist der berühmte Robert Capa. Beide haben sich bei den Nürnberger Prozessen kennengelernt und wurden Freunde.
Robert Capa schenkte J. Chaldej sogar seine Großbildkamera, eine Speed Graphics, damit J. Chaldej besser arbeiten konnte. Später revanchierte sich J. Chaldej mit der Entwicklung von R. Capas Filme, als dieser mit John Steinbeck als erste westliche Journalisten nach dem Krieg die Sowjetunion bereiste. Auch persönlich gab es seine wichtige Gemeinsamkeit, die sich wie ein roter Faden durch beide Leben zieht. R. Capa stammt aus einer jüdischen Schneiderfamilie.
J.Chaldej ist im ukrainischen Donezk geboren und ebenfalls jüdischer Abstammung. Mehr dazu in seiner Biografie.
J. Chaldej hatte es ungleich schwerer als R. Capa und seine anderen amerikanischen Kollegen und Kolleginnen. Er arbeitete unter einer der schrecklichsten Diktaturen der Geschichte. J. Chaldej Spiel- und Freiräume unter dem Stalinismus waren sehr begrenzt.
Heute wissen wir, dass er sie so weit wie möglich nutzte und auch nicht davor zurückschreckte sein Leben zu riskieren. In seinem Nachlass fanden Ernst Volland und Heinz Krimmer ein Kriegstagebuch. Ein solches zu schreiben, war im Zweiten Weltkrieg für sowjetischen Kriegsteilnehmer unter Todesstrafe verboten. Für Journalisten gab es da keine Ausnahme.
Und noch einen wesentlichen Unterschied gab es. Sowjetische Soldaten mussten nicht alle Hebel in Bewegung setzten, um direkt an der Front eingesetzt zu sein. Sie wurden dazu abkommandiert, denn sie waren in erster Linie Soldaten und erst in zweiter Linie Fotografen. Die Todesliste der sowjetischen Kriegsfotografen ist lang. Dass J. Chaldej den gesamten Krieg überlebt hat gleicht einem Wunder.
Und noch ein großes Problem gab es. Das fehlende Material.
Als J. Chaldej zum ersten Mal an die Front nach Murmansk geschickt wurde, bekam er gerade einmal 100m Film für viele Monate. Angesichts der Aufgabe eine geradezu lächerliche Menge. J. Chaldej hat das Beste daraus gemacht.
Vita:
10. März 1917
Chaldej wird in Jusowka, später Stalino, heute Donezk (Ukraine)
als Sohn einer jüdischen Familie geboren.
1918
Die Mutter wird während eines Pogroms ermordet, Chaldej schwer
verletzt.
J. Chaldej zu dem Vorfall: „Pogrome gibt es bis heute, obwohl
es Stalin nicht mehr gibt. Unter Breschnew und Chruschtschow gab es auch
Pogrome, immer wieder. Im Pass steht das Kainsmal, dass du ein Jude bist-das
ist es."
1925- 1929
Schuljahre. Der Zwölfjährige baut sich seine erste Kamera.
„Die ersten Fotos habe ich mit einer selbst gebastelten Kamera
gemacht. Themen als solche gab es nicht, ich fotografierte die Kirche, die Straßen
-alles unbewegliche Dinge, ich war weder ein Berufsfotograf noch hatte ich eine
gute Kamer; Ich war zwölf Jahre alt."
1930-1936
Arbeiter in einem Stahlwerk in Donezk. Er veröffentlicht mit 15
Jahren sein erstes
Foto (Porträt eines Bestarbeiters)
„Ich fotografierte sowjetische Helden, Arbeiter, die
Produktionsrekorde erzielten, Bauern, all dieses Propagandamaterial. Damals hat
niemand das als Propaganda angesehen."
Während einer Fahrt durch das Gebiet von Stalino im Jahr 1932
begleitet er als Fotograf eine Agitationsbrigade und wird mit dem massenhaften
Hungertod in Folge der Zwangskollektivierung konfrontiert.
1936
Nach Anstellungen bei Regionalzeitungen wird Chaldej 1936 nach
Moskau zu einem Kurs der Sojusfoto-Agentur delegiert. Umzug von Jusowka nach
Moskau.
„Ich lebte in einer kommunalen Wohnung zusammen mit acht Familien,
und in sieben von diesen verschwanden Menschen spurlos hätte auch mir passieren
können. Wir wuchsen auf in einer Atmosphäre, der jeder jedermanns Feind war,
und wir wussten nicht, was man ihnen angetan hatte, nur dass sie
verschwanden."
1936- 1948
Fotokorrespondent der Nachrichtenagentur TASS.
1941 – 1945
Offizieller Kriegsfotograf in der Roten Armee.
„Ich spürte, dass es notwendig war. Ich war ja auch Soldat. Ich
war in Murmansk, am Schwarzen Meer, in Noworossisk, bei den Truppen in Kertsch
auf der Krim, später bei Sewastopol. Sewastopol wurde am 9. Mai 1944 befreit,
ein Jahr vor dem Sieg. Aber wir wussten damals noch nicht, dass am 9. Mai 1945
der Sieg gefeiert werden sollte."
Vermutlich 1943
erhält Chaldej aufgrund
seiner Verdienste den Dienstgrad eines Leutnants (Kriegsmarine). Ab 1944
begleitet er als Fotograf den Vormarsch der 3. Ukrainischen Front und ist bei
den Eroberungen von Sofia, Bukarest, Budapest, Belgrad und Wien dabei.
„Ich arbeitete immer allein, nichts konnte mich ablenken. Alles,
was ich hatte, war mein schwarzer Ledermantel, eine Uniformmütze, wenig
Kleidungsstücke und Chemikalien für die Filmentwicklung im Rucksack. Ich fand
immer etwas zu essen und immer einen Platz zum Schlafen, meist in Kellern oder
zerstörten Häusern."
Ende April 1945
wird er nach Berlin abkommandiert, um den Sieg über den Faschismus
zu dokumentieren.
1941 oder 1942
Chaldejs Vater und seine Schwestern Etia, Zilia und Riwa gehören
zu den zwei Millionen sowjetischen Juden, die von den deutschen Einsatztruppen
ermordet wurden.
„Sie wurden nicht erschossen, sondern lebendig in Kohleschächte
geworfen, zusammen mit 75 000 Menschen! Das war 1941/42. Da habe ich die
Deutschen sehr gehasst. Leider musste ich später erfahren, dass viele Russen
kräftig dabei mitgeholfen haben."
1945
Offizieller sowjetischer Fotograf während der Potsdamer Konferenz
(TASS).
1945
Heiratet Swetlana.
1946
Offizieller sowjetischer Fotograf während der Nürnberger Prozesse
(TASS).
1947
Geburt der Tochter Anna.
1948
Chaldej wird wegen angeblicher Unprofessionalität von der TASS
entlassen.
„Gleich nach der Potsdamer Konferenz ging ich in den Fernen Osten,
nach China, im August nach Nürnberg, danach nach Paris. Als ich wieder Zivilist
war, entließ mich die Fotochronik TASS mit der Begründung, es gäbe keine Arbeit
mehr für mich. Der wahre Grund war, dass ich Jude bin."
1948- 1951
Schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch.
1951 - 1956
Fotografiert für verschiedene kleinere Zeitungen und Zeitschriften.
1956
Geburt des Sohnes Leonid.
1956- 1971
Fotograf bei der Prawda.
„Dann fing ich bei der Freundschaftsgesellschaft Ausland an und
1956 bei der Prawda. Dort blieb ich fünfzehn Jahre. Im Auftrag der Prawda
bereiste ich die ganze Sowjetunion."
Ab 1971
Fotograf bei der Sowjetskaja Kultura.
„Bis zur Gorbatschow-Zeit habe ich noch fotografiert. Gorbatschow
war der Letzte, den ich abgelichtet habe. Interesse an der Fotografie habe ich
schon noch, aber nicht an den Ereignissen. Früher habe ich alle interessanten
Ereignisse fotografiert, ich hatte ein Interesse an Menschen und
Ereignissen."
1994
Erste Ausstellung im Westen im Kunstamt Neukölln, Berlin, Galerie
Körnerpark, Sammlung Ernst Volland und Heinz Krimmer. Ebenso erstes Buch im
Westen: „Von Moskau nach Berlin“, Hrsg. Ernst Volland und Heinz Krimmer.
1997
Am 6. Oktober stirbt Chaldej in Moskau.
Zitate aus: „Von Moskau nach Berlin“, herausgegeben von
Ernst Volland und Heinz Krimmer, S.121-125 und Brian Moynahan, „Witness of
History“, The Time Magazine 17. September 1994, S.2881.
Das Bild von J. Chaldej am 2. Mai 1945 auf dem Reichstag gilt als eines der ikonischsten Bilder des 20. Jahrhunderts. Es wurde zum Symbol für die Niederlage des Faschismus. Ein solches Bild gelingt nur wenigen Fotografen.
Sein gesamtes Werk geht jedoch weit über diese Ikone hinaus. Sein Werk gehört zu den wichtigsten fotografischen Dokumentationen über den zweiten Weltkrieg. Nur wenige waren an so vielen Kriegsschauplätzen, nur wenige hatten Zugang zur Potsdamer Konferenz und den Nürnberger Prozessen.
Eine weitere Besonderheit seiner Arbeit. Ihn interessierten nicht nur die Großereignisse, sondern auch das Schicksal der kleinen Leute.
Zivilisten, Soldaten, die er unterwegs traf, sprach und denen er alle ein fotografisches Denkmal setzte. Er hat sich selbst in dem Wahnsinn des Zweiten Weltkrieges seine Menschlichkeit bewahrt. Man sieht es in den Fotografien und den überlieferten Bildlegenden. Seine wichtigsten Bilder sind nun erstmal seit vielen Jahren wieder in dieser Kollektion zu sehen.
Eine weitere Besonderheit der bei Apheum gezeigten Kollektion: Wir haben nicht nur Kriegsbilder in diese Kollektion aufgenommen. Beispielhaft zeigen wir auch Bilder seiner ersten Gehversuche als Fotograf, sowie einige Fotografien aus seinem Spätwerk. Es zeigt seine ästhetische Verwurzelung im russischen Konstruktivismus. Er hatte nicht nur einen dokumentarischen, sondern auch einen künstlerischen Blick.
Als Detlef Mai den Nachlass seines Vaters aufarbeitete, fand er in einem der vielen Foto-Tagebücher im Album 3 eine Widmung, die an ihn gerichtet war:
„Meinem Sohn Detlef, damit er sich selbst ein Bild von der Sinnlosigkeit eines Krieges machen kann und daraus lernt Menschenwerte zu erhalten, statt zu vernichten!“
Karl Heinz Mai wusste, wovon er sprach. 1920 geboren, gehörte er zu der Generation, die die Hauptlast des Zweiten Weltkrieges trug. 1939 mit gerade einmal 19 Jahren erhielt er die Einberufung zum Kriegsdienst. 1941 wurde er schwer verwundet und verlor beide Beine. Fortan konnte er sich nur noch im Rollstuhl, einem sogenannten „Selbstfahrer“ mit Muskelkraft fortbewegen. Es zeugt von persönlicher Stärke und Willenskraft, dass er sich trotz größter Einschränkungen, dem Verlust der elterlichen Wohnung beim schwersten Bombenangriff auf Leipzig, dem Wegfall seiner beruflichen Entwicklung, selbstbestimmt durchsetzte, das Beste aus seinem Schicksal machte und sich der Fotografie widmete.
Einige der heute existierenden Publikationen nehmen auf dieses Schicksal Bezug. Der Fotohistoriker Dr. Diethard Kerbs, der die Bedeutung der Arbeit von Karl Heinz Mai als einer der ersten erkannte, veröffentlichte 1985 in seiner viel beachteten Fototaschen-Buchreihe im Dirk Nissen Verlag, Berlin, Fotografien aus Leipzig von 1945 - 1950 unter dem Titel „Anfangsjahre“. Den ersten Bildband “Reporter des Alltags” hat der Enkel Andreas Mai 2012 mit einem Vorwort von Bernd-Lutz Lange bei Pro Leipzig herausgegeben. Das neueste Buch von 2019, im Lehmstedt Verlag anlässlich des 100. Geburtstages des Fotografen erschienen, nimmt auf seinen „Selbstfahrer“ Bezug: „Reporter auf drei Rädern“.
In über 300 Ausstellungen wurden seine Bilder gezeigt, in fast 200 Büchern befinden sich Fotografien von ihm. Ein 30-minütiger Dokumentarfilm war insgesamt drei Jahre in der ARD-Mediathek, denn auch bei Film und Fernsehen gab es Nutzungen seiner Fotografien.
In diesem Selbstfahrer lernten ihn auch die meisten seiner
Porträtierten kennen. Kinder, Trümmerfrauen, Familien, Paare, Berufstätige,
Obdachlose und alte Menschen. Und auch wir können heute in jedem Bild seine
kriegsbedingte Einschränkung erkennen. Er konnte nur eine Perspektive
einnehmen. Die eines Sitzenden. Umso wichtiger die Erkenntnis, dass dies die
Qualität seiner Bilder in keiner Weise beeinträchtigte, sondern unbewusst zu
seinem Markenzeichen wurde.
Karl Heinz Mai starb viel zu früh im Jahre 1964. Die Kriegsverletzung gilt als Ursache für seinen Tod mit gerade einmal 44 Jahren.
Weitere Informationen: www.fotothek-mai.de
Künstler-Website: https://karl-heinz-mai.jimdosite.com/
Deutsche Biografie: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118820451.html#index
Die fotografischen Arbeiten von Karl Heinz Mai gehören zu den bedeutendsten kulturellen Schätzen Deutschlands. Seine umfangreiche Dokumentation der Nachkriegszeit bis zu seinem frühen Tod 1964 mit all den Spuren der Zerstörung, des Alltags der Menschen sowie dem Wiederaufbau ist einzigartig.
Hinzu kommt, dass Karl Heinz Mai vorrangig in Leipzig fotografierte. Da er überwiegend ohne Auftraggeber und aus eigenem Antrieb arbeitete, überlieferte er uns ein unzensiertes Bild des Alltags seit 1945 und aus der ehemaligen DDR. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal seiner Arbeit.
Ulrich Domröse, der langjährige Leiter der Fotografischen Sammlung der Berlinischen Galerie im Jahre 2002: “ Die Bilder von Karl Heinz Mai gehören für mich zu den wichtigen photographischen Leistungen der unmittelbaren Nachkriegszeit. Während andere bedeutende deutsche Photographen die Kriegszerstörungen photographierten, wandte sich Karl Heinz Mai ganz dem Leben und dem Wiederaufbau zu. Mit seiner außergewöhnlichen Beobachtungsgabe gelingen ihm wesentliche Aussagen über das Lebensgefühl in dieser Zeit. Seine Ausdruckskraft stützt sich vor allem auf die sensible Wahrnehmung von Körperhaltungen und Physiognomien. So sind seine Photographien weit mehr als Alltagsdokumente von einem Leben in einer außergewöhnlichen Zeit. Vielmehr sind es Bilder, die einprägsam und intensiv von Grenzerfahrungen ganz normaler Menschen berichten.“
APHEUM freut sich deshalb ganz besonders, 52 Werke von Karl Heinz Mai in einer Kollektion anbieten zu können.
Dass dies möglich ist, verdanken wir Karl Detlef Mai, seinem Sohn. Selbst Fotograf, hat er früh den Wert des Nachlasses seines Vaters erkannt, diesen gesichert, mit seinem Sohn Andreas Mai professionell archiviert und in das digitale Zeitalter überführt. Seit 1980 wurde mit der Gründung der „Fotothek Mai Leipzig“ das Lebenswerk einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Über die dritte Generation wird das wichtige Kulturgut erhalten und gepflegt, eine Seltenheit.
Weitere Informationen: www.fotothek-mai.de
Künstler-Website: https://karl-heinz-mai.jimdosite.com/
Deutsche Biografie: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118820451.html#index
Vita
28.02.1920 in Leipzig geboren
1926-1934 Volksschule
1934-1937 Berufsschule
September 1939
Kirchner & Co. Leipzig,
Kaufmannsgehilfe
Januar 1940 Kriegsdienst
August 1941 Verwundung
bis Sommer 1943 Lazarett
Sommer 1943 Rückkehr ins Elternhaus
4. Dezember 1943
Wohnung durch Bombenangriff verloren
1943-1945 Asyl im Pfarrhaus Niederwiesa
Sommer 1945 Rückkehr nach Leipzig
1945-1949 Wohnt im Elternhaus Leipzig-Gohlis
1945-1955 "Mobiler" Fotograf in Leipzig
und Umgebung
1945-1955 Dokumentation des Alltags und des
Aufbaus in Leipzig
1949 Hochzeit, Geburt des Sohnes
1954-1964 Fotos für Museum, Archive, Zeitungen,
Buchbeteiligungen
1949-1964 Familie lebt in Leipzig-Möckern
09.05.1964 Bei einem Wochenendaufenthalt in Reinharz
verstorben
Katrin Laade ist Malerin und Zeichnerin. Sie benutzt aber nicht nur Pinsel bzw. Blei- Graphit- Kohlestifte, sondern ihre Werkzeuge sind u.a. Schere, Nähmaschine und Radiergummi.
Katrin Laade benutzt prozessuale Verfahren, sie hat sich diese quasi auferlegt, um ein Wechselspiel zwischen Kontrolle und Zufall bzw. Spiel zu generieren.
Ihre Bilder bestehen aus vielen Schichten, die Zeichnungen auch, letztere werden allerdings am Ende ausradiert und zu einer Animation montiert.
Sie erscheinen zunächst fast weiß, bei näherem Hinsehen sind aber die Spuren der Originalzeichnung recht deutlich erkennbar.
In den Zeichnungen (und in den Malereien als zugrundeliegende Projektion) werden gesellschaftsrelevante Themen verhandelt, z. B. der Klimawandel und seine Folgen reflektiert.
Was die Malerei angeht: Spannend ist vor allem der Moment, in dem die vielen Schichten der Klebebäder abgezogen werden - ein großer Teil der Malerei erfolgt sozusagen im Blindflug: Ist das Bild gelungen, stimmen die Proportionen, die Bildstruktur, die Farben, dat das Klebeband zu viel draufgelassen oder zu viel weggenommen? Gute Bilder erweisen sich letztendlich als unberechenbar.
In den hier vorliegenden Zeichnungen wurden Schnee- und Eislandschaften ausradiert, ein Verweis auf den Klimawandel, das Verschwinden von Natur, so wie wir sie kennen, aber auch eine Reflektion über das Erinnern und Vergessen.
Katrin Laade/ Angelika Trojnarski
1964 Geboren in Stuttgart
1983 – 88 Staatliche Kunstakademie Düsseldorf, Studium bei Jan Dibbets, David Rabinowitsch
1988 – 90 De Ateliers, Postgradierten Studium (Masters), Haarlem, NL, Stipendium NL und EU
1990 – 96 werkbeurs, basisbeurs (Stipendien des FvBK)
1988 – 95 lebt und arbeitet in Amsterdam, NL
1995 – jetzt lebt und arbeitet in Düsseldorf
1999 Aufenthaltsstipendium in Loviisa, Finnland
2008 – 2012 Lehrauftrag für Malerei, Folkwang-Hochschule
2004 - 2020 Lehrauftrag für Malerei, Universität Duisburg-Essen
2018 Mitglied der Produzentengalerie plan.d, Düsseldorf
2020 Mitglied des Deutschen Künstlerbundes e.V.
2020/21/22 „Auf geht’s“, Projektstipendium des MKW, NRW
2022 Neustart Kultur, Kunstfonds Bonn
2023/ 2024 Dozentin für Malerei, graduate program, Alfred University/ Alfred USA/ DependanceDüsseldorf
Seit 1991 zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland
2025 Katalogpräsentation und Ausstellung Kunstverein Leverkusen (EA), „Unschärfe Relationen“, Kunstverein Hohenlohe, (GA),"Painting in Translation"
Alfred University, Alfred, USA, (GA)
"klein klein", Westdeutscher Künstlerbund, Märkisches Museum Witten (GA)
2024 „Unweit“, Fotogalerie Wien, Wien, A (GA), 30 JA, Jubiläum Salzmannbau,
i.d. Raumen des Storage Museum, Düsseldorf, (GA), Jubiläumsausstellung plan.d.,
Düsseldorf (GA), „Dunkelkammer“, K101, Köln, (EA), „Rot Blau Blau“, Galerie
Kunstraum 21, Bonn,
2023 Galerie Kunstraum 21, Bonn „Durchleuchten“, (EA), „Mikado“, Künstlerbund Tübingen (EA/GA), „Node“, Red Head Gallery, Toronto (GA), „shaped canvas“, Freiraum, Düsseldorf, (EA), „Sechs“, Galerie Kunstraum 21, Bonn (GA)
2022 Galerie Kunstraum 21, „DAGEWESEN“ (GA), „Stoffwechsel“, Galleria Huuto, Finnland (GA), „Traces“, Galerie Martin Leyer-Pritzkow, (EA), „Die Grosse“, museum kunstpalast Düsseldorf, „“Sechs“, Galerie Kunstraum 21, Bonn (GA)
2021 „vorübergehend“/ “fleeting world“, Produzentengalerie plan.d., Düsseldorf (EA),
2020 „latent vorhanden“, Künstlerloge Ratingen (EA)
2019 „versehrte Ordnung“, Galerie Reinhold Maas, Reutlingen (EA),
2018 „Großes Gelb“, Galerie Peripherie, Tübingen (EA), foreign matter(s), CASO, Osaka, Japan (GA)
2017 „space 42“, Robert-Koepke-Haus, Schwalenberg (GA),
2014 „von hier bis jetzt“, Kunstraum Düsseldorf, (GA), 2011 „vier zeigen Bilder“, WWU, Projektraum Philara, Düsseldorf (GA),
2008 „Trendwände“, Kunstraum Düsseldorf,Düsseldorf (EA/GA), „unstaged“, arti et amititiae, Amsterdam, NL (GA)
2005 „glowing melon“, Kulturforum Schlossmeierhof, Galerie Volker Marschall, D‘dorf, (EA)
2001 „Messe Freie Wahlen“, Kunsthalle Baden-Baden, Baden-Baden (GA),
1997 Galerie Louise de Haan, Haarlem, NL (EA)
1999 + 1996 Galerie Wolfram Bach, Düsseldorf (EA)
1991 + 1993, W 139, Amsterdam, NL (GA)
Ausradierte Zeichnung/ Fotografien und Konzept: Katrin Laade
Gedicht und Vertonung: Lilliana Matthews
„A moon made of ice” ist eine künstlerische Zusammenarbeit zwischen Katrin Laade und Lilliana Matthews.
Katrin Laade hat eine 120 x 150 cm große Graphitzeichnung auf Papier erstellt und nach einer fotografischen Vorlage - einer Polarlandschaft - so realistisch wie möglich durchgezeichnet. Im Zusammenspiel mit dem Gedicht kam noch der Mond hinzu, der nicht in der Fotovorlage auftaucht. Danach wurde die Zeichnung in 81 Schritten so weit wie möglich ausradiert, jede einzelne Version der ausradierten Zeichnung dabei fotografisch festgehalten. Was am Ende bleibt, ist ein beinahe weißes Papier, auf dem Spuren der Originalzeichnung zu sehen sind - sie können, Erinnerungsspuren gleich, nicht vollständig ausradiert werden.
81 Fotosequenzen. Dabei begleitet und untermalt das Gedicht von Lilliana Matthews das Verschwinden der Zeichnung im Kontext. Die vielen Stadien der Zeichnung existieren also nur noch digital, auf 81 Fotosequenzen und in der Erinnerung.
Das Verschwinden der Landschaft und der Eisschollen ist bei Apheum in der Sequenz von 81 Fotos zu sehen, das Gedicht ist im Subtext unterlegt.
„A moon made of ice” ist kann als Kommentar zum Klimawandel gelesen werden, aber auch als Reflektion über das Erinnern und Vergessen.
ImageBROKER wurde 2003 in München von Klaus-Peter Wolf gegründet. Als leidenschaftlicher Naturfotograf baute Klaus zunächst ein Netzwerk über acht Bildagenturen auf. Auf Wunsch befreundeter Fotografen begann er, auch deren Aufnahmen zu vertreiben – zu einer Zeit, in der Fotos noch entwickelt und per Post verschickt wurden.
Heute vermarktet imageBROKER weltweit Millionen von Bildern und Videos tausender Fotografen. Was als persönliche Initiative begann, hat sich zu einem erfolgreichen Familienunternehmen entwickelt, das sich seit Jahrzehnten auf dem internationalen Markt behauptet.
Fotos und Videos von imageBROKER finden sich heute überall: in Fernsehsendungen, Zeitungen, Werbekampagnen und Büchern. Besonders stark ist
imageBROKER im Bereich Natur-, Tier- und Reisefotografie. Wir arbeiten mit vielen der besten Fotografen weltweit zusammen. Die Kollektion von imageBROKER decken nahezu alle Themen und Motive ab – von Alltagsmomenten bis hin zu außergewöhnlichen Perspektiven.
imageBROKER steht für Qualität, Vielfalt und langjährige Erfahrung im Bereich der professionellen Bildvermarktung.
Berge und Gebirgslandschaften gehören zu den
faszinierendsten und aufregendsten Landschaften der Erde. Das Naturerlebnis
„über den Wolken“ könnte kaum intensiver sein. Der Himmel dunkelblau, oft
Schnee und unglaubliche Sichtweiten. Die Anforderungen an den eigenen Körper
bei der Besteigung und beim Klettern enorm. Insbesondere im Himalaya. Wer kennt
nicht die Geschichte der Erstbesteigung und die Touren des berühmten Reinhold
Messner. Und nicht zuletzt besitzen viele Berge eine kultische und religiöse Bedeutung.
Auf dem 2285 m hohen Berg Horeb auf der Sinai Halbinsel soll Moses von Gott die
10 Gebote erhalten haben. Basis der jüdischen und christlichen Religion sowie
des Islam. Der imposante und etwa 6714 m hohe Berg Kailash wiederum gilt
den Tibetern als heilig.
Die Kollektion entführt uns 52 Mal in die schönsten und
kulturell bedeutendsten Bergwelten der Erde. Ein alpines Erlebnis der
besonderen Art.
FAQ
Kurz und klar – die wichtigsten Antworten auf einen Blick
Sie wählen eine kuratierte Schwarz-Weiß-Fotokollektion und buchen eine Laufzeit (z. B. 1–12 Monate). In der APHEUM App aktivieren Sie die Kollektion und übertragen die Motive per WLAN auf Ihren Frame.
Herkömmliche E-Ink/E-Paper Displays sind oft auf wenige Graustufen limitiert. APHEUM Deep-Grayscale erzeugt die Anmutung von 255 Graustufen – für organische Tonwerte, feine Übergänge und eine papierähnliche Darstellung ohne leuchtenden Bildschirm.
Ja. WLAN wird für die Übertragung/Updates genutzt. Sobald das gewünschte Motiv auf dem Frame ist, kann das Gerät offline bleiben - der Frame prüft täglich, ob es ein neues Motiv gibt. Ideal für ruhige, sichere Präsentation von Fotokunst in Wohnräumen, Hotels oder Galerien.
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