Karl-Heinz Mai – Alltägliches Leben in Leipzig, Schwarzweiß-Dokumentarfotografie 1945–1964

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52 Fotografien aus Leipzig zwischen 1945 und 1964 – Nachkriegsalltag, Wiederaufbau und das Lebensgefühl einer Stadt im Wandel.

Karl-Heinz Mai · Fotograf

Karl-Heinz Mai – Alltägliches Leben in Leipzig 1945–1964

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Angebotspreis€15,00

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Abonnement Laufzeit:1 Monat
52 Fotografien Automatische Bereitstellung Frame separat erhältlich

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Über die Kollektion

Berührende Beobachtungen des täglichen Lebens, die zu den wichtigsten fotografischen Zeugnissen der unmittelbaren Nachkriegszeit zählen.

Ein unzensierter Blick auf Leipzig

Das fotografische Werk von Karl-Heinz Mai dokumentiert die Nachkriegszeit bis zu seinem frühen Tod 1964: die Spuren der Zerstörung, den Alltag der Menschen und den Wiederaufbau.
Neuer Absatz:
Mai fotografierte vor allem in Leipzig und arbeitete weitgehend unabhängig und aus eigener Initiative. Dadurch hinterließ er einen unmittelbaren Blick auf das tägliche Leben seit 1945 – nicht nur auf die Zerstörung, sondern vor allem auf die Menschen und das Weiterleben.

Anzahl Werke: 52


Vorschau-Überschrift:

Umfang
52 Fotografien
Nutzungsdauer
1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 12 Monate
Bereitstellung
digital und automatisch
Nutzung
privat auf APHEUM Frames
Lieferumfang
Digitale Kollektion; kein Frame und kein Print

Die vollständige Kollektion: Leipzig 1945–1964

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Künstler:innen

Karl-Heinz Mai
Karl-Heinz Mai
Fotograf
Mehr über Karl-Heinz Mai+

Als Detlef Mai den Nachlass seines Vaters aufarbeitete, fand er in einem der vielen Foto-Tagebücher im Album 3 eine Widmung, die an ihn gerichtet war:

„Meinem Sohn Detlef, damit er sich selbst ein Bild von der Sinnlosigkeit eines Krieges machen kann und daraus lernt Menschenwerte zu erhalten, statt zu vernichten!“

Karl Heinz Mai wusste, wovon er sprach. 1920 geboren, gehörte er zu der Generation, die die Hauptlast des Zweiten Weltkrieges trug. 1939 mit gerade einmal 19 Jahren erhielt er die Einberufung zum Kriegsdienst. 1941 wurde er schwer verwundet und verlor beide Beine.

Fortan konnte er sich nur noch im Rollstuhl, einem sogenannten „Selbstfahrer“, mit Muskelkraft fortbewegen. Es zeugt von persönlicher Stärke und Willenskraft, dass er sich trotz größter Einschränkungen, dem Verlust der elterlichen Wohnung beim schwersten Bombenangriff auf Leipzig und dem Wegfall seiner beruflichen Entwicklung selbstbestimmt durchsetzte, das Beste aus seinem Schicksal machte und sich der Fotografie widmete.

Einige der heute existierenden Publikationen nehmen auf dieses Schicksal Bezug. Der Fotohistoriker Dr. Diethard Kerbs, der die Bedeutung der Arbeit von Karl Heinz Mai als einer der ersten erkannte, veröffentlichte 1985 in seiner viel beachteten Fototaschen-Buchreihe im Dirk Nissen Verlag, Berlin, Fotografien aus Leipzig von 1945–1950 unter dem Titel „Anfangsjahre“.

Den ersten Bildband „Reporter des Alltags“ hat der Enkel Andreas Mai 2012 mit einem Vorwort von Bernd-Lutz Lange bei Pro Leipzig herausgegeben. Das neueste Buch von 2019, im Lehmstedt Verlag anlässlich des 100. Geburtstages des Fotografen erschienen, nimmt auf seinen „Selbstfahrer“ Bezug: „Reporter auf drei Rädern“.

In über 300 Ausstellungen wurden seine Bilder gezeigt, in fast 200 Büchern befinden sich Fotografien von ihm. Ein 30-minütiger Dokumentarfilm war insgesamt drei Jahre in der ARD-Mediathek, denn auch bei Film und Fernsehen gab es Nutzungen seiner Fotografien.

In diesem Selbstfahrer lernten ihn auch die meisten seiner Porträtierten kennen: Kinder, Trümmerfrauen, Familien, Paare, Berufstätige, Obdachlose und alte Menschen.

Und auch wir können heute in jedem Bild seine kriegsbedingte Einschränkung erkennen. Er konnte nur eine Perspektive einnehmen: die eines Sitzenden. Umso wichtiger die Erkenntnis, dass dies die Qualität seiner Bilder in keiner Weise beeinträchtigte, sondern unbewusst zu seinem Markenzeichen wurde.

Karl Heinz Mai starb viel zu früh im Jahre 1964. Die Kriegsverletzung gilt als Ursache für seinen Tod mit gerade einmal 44 Jahren.

Vita+

28.02.1920 – in Leipzig geboren

1926–1934 – Volksschule

1934–1937 – Berufsschule

September 1939 – Kirchner & Co. Leipzig, Kaufmannsgehilfe

Januar 1940 – Kriegsdienst

August 1941 – Verwundung

bis Sommer 1943 – Lazarett

Sommer 1943 – Rückkehr ins Elternhaus

Dezember 1943 – Wohnung durch Bombenangriff verloren

1943–1945 – Asyl im Pfarrhaus Niederwiesa

Sommer 1945 – Rückkehr nach Leipzig

1945–1949 – wohnt im Elternhaus Leipzig-Gohlis

1945–1955 – „Mobiler“ Fotograf in Leipzig und Umgebung

1945–1955 – Dokumentation des Alltags und des Aufbaus in Leipzig

1949 – Hochzeit, Geburt des Sohnes

1954–1964 – Fotos für Museum, Archive, Zeitungen, Buchbeteiligungen

1949–1964 – Familie lebt in Leipzig-Möckern

09.05.1964 – bei einem Wochenendaufenthalt in Reinharz verstorben

Quelle

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