
Mehr über Katrin Laade+
Katrin Laade ist Malerin und Zeichnerin. Sie benutzt jedoch nicht nur Pinsel sowie Blei-, Graphit- und Kohlestifte. Zu ihren Werkzeugen gehören unter anderem auch Schere, Nähmaschine und Radiergummi.
Katrin Laade arbeitet mit prozessualen Verfahren, die sie sich gewissermaßen selbst auferlegt hat, um ein Wechselspiel zwischen Kontrolle und Zufall beziehungsweise Spiel zu erzeugen.
Ihre Bilder bestehen aus vielen Schichten – ebenso ihre Zeichnungen. Letztere werden allerdings am Ende ausradiert und zu einer Animation montiert. Sie erscheinen zunächst fast weiß; bei näherem Hinsehen sind die Spuren der ursprünglichen Zeichnung jedoch deutlich erkennbar.
In den Zeichnungen – und in den Malereien als zugrunde liegende Projektion – werden gesellschaftlich relevante Themen verhandelt. Dazu gehören beispielsweise der Klimawandel und seine Folgen.
Bei ihren Malereien ist vor allem der Moment entscheidend, in dem die vielen Schichten der Klebebänder wieder abgezogen werden. Ein großer Teil der Malerei erfolgt gewissermaßen im Blindflug: Ist das Bild gelungen? Stimmen die Proportionen, die Bildstruktur und die Farben? Hat das Klebeband zu viel stehen gelassen oder zu viel weggenommen? Gute Bilder erweisen sich letztlich als unberechenbar.
In den hier vorliegenden Zeichnungen wurden Schnee- und Eislandschaften ausradiert. Sie verweisen auf den Klimawandel und das Verschwinden von Natur, so wie wir sie kennen, zugleich aber auch auf das Erinnern und Vergessen.
Vita+
1964 – Geboren in Stuttgart
1983–1988 – Staatliche Kunstakademie Düsseldorf, Studium bei Jan Dibbets und David Rabinowitsch
1988–1990 – De Ateliers, Postgraduiertenstudium (Masters), Haarlem, Niederlande; Stipendium NL und EU
1990–1996 – Werkbeurs, Basisbeurs, Stipendien des FvBK
1988–1995 – Lebt und arbeitet in Amsterdam, Niederlande
Seit 1995 – Lebt und arbeitet in Düsseldorf
1999 – Aufenthaltsstipendium in Loviisa, Finnland
2004–2020 – Lehrauftrag für Malerei, Universität Duisburg-Essen
2008–2012 – Lehrauftrag für Malerei, Folkwang-Hochschule
2018 – Mitglied der Produzentengalerie plan.d, Düsseldorf
2020 – Mitglied des Deutschen Künstlerbundes e. V.
2020/2021/2022 – „Auf geht’s“, Projektstipendium des MKW, NRW
2022 – Neustart Kultur, Kunstfonds Bonn
2023/2024 – Dozentin für Malerei, Graduate Program, Alfred University, Alfred, USA / Dependance Düsseldorf
Seit 1991 – Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland
2025 – Katalogpräsentation und Ausstellung, Kunstverein Leverkusen (EA); „Unschärfe Relationen“, Kunstverein Hohenlohe (GA); „Painting in Translation“, Alfred University, Alfred, USA (GA); „klein klein“, Westdeutscher Künstlerbund, Märkisches Museum Witten (GA)
2024 – „Unweit“, Fotogalerie Wien, Wien, Österreich (GA); „30 JA“, Jubiläum Salzmannbau, Räume des Storage Museum, Düsseldorf (GA); Jubiläumsausstellung plan.d, Düsseldorf (GA); „Dunkelkammer“, K101, Köln (EA); „Rot Blau Blau“, Galerie Kunstraum 21, Bonn
2023 – „Durchleuchten“, Galerie Kunstraum 21, Bonn (EA); „Mikado“, Künstlerbund Tübingen (EA/GA); „Node“, Red Head Gallery, Toronto (GA); „shaped canvas“, Freiraum, Düsseldorf (EA); „Sechs“, Galerie Kunstraum 21, Bonn (GA)
2022 – „DAGEWESEN“, Galerie Kunstraum 21 (GA); „Stoffwechsel“, Galleria Huuto, Finnland (GA); „Traces“, Galerie Martin Leyer-Pritzkow (EA); „Die Grosse“, Museum Kunstpalast Düsseldorf; „Sechs“, Galerie Kunstraum 21, Bonn (GA)
2021 – „vorübergehend / fleeting world“, Produzentengalerie plan.d, Düsseldorf (EA)
2020 – „latent vorhanden“, Künstlerloge Ratingen (EA)
2019 – „versehrte Ordnung“, Galerie Reinhold Maas, Reutlingen (EA)
2018 – „Großes Gelb“, Galerie Peripherie, Tübingen (EA); „foreign matter(s)“, CASO, Osaka, Japan (GA)
2017 – „space 42“, Robert-Koepke-Haus, Schwalenberg (GA)
2014 – „von hier bis jetzt“, Kunstraum Düsseldorf (GA)
2011 – „vier zeigen Bilder“, WWU, Projektraum Philara, Düsseldorf (GA)
2008 – „Trendwände“, Kunstraum Düsseldorf (EA/GA); „unstaged“, Arti et Amicitiae, Amsterdam, Niederlande (GA)
2005 – „glowing melon“, Kulturforum Schlossmeierhof, Galerie Volker Marschall, Düsseldorf (EA)
2001 – „Messe Freie Wahlen“, Kunsthalle Baden-Baden (GA)
1999 und 1996 – Galerie Wolfram Bach, Düsseldorf (EA)
1997 – Galerie Louise de Haan, Haarlem, Niederlande (EA)
1991 und 1993 – W139, Amsterdam, Niederlande (GA

